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Ejaculatio praecox

Von Ejaculatio praecox oder vorzeitigem Samenerguss spricht man, wenn der Betroffene nicht in der Lage ist, seine Ejakulation und Orgasmus  zu kontrollieren. Der Mann kommt bereits vor der...

Von Ejaculatio praecox oder vorzeitigem Samenerguss spricht man, wenn der Betroffene nicht in der Lage ist, seine Ejakulation und Orgasmus  zu kontrollieren. Der Mann kommt bereits vor der Penetration oder nach wenigen Stößen. Man unterscheidet zwischen angeborenen (medikamentöse Behandlung möglich) und erworbenen vorzeitigen Samenerguss. Bei dieser Diagnose haben körperorientierte Therapieformen in den letzten Jahren große Erfolge gezeigt.

Die verhaltens- und körperorientierte Sexualtherapie beruht auf einem umfassenden Sensibilisierungs- bzw. Desensibilisierungskonzept, welches das Ziel hat, Versagensängste abzubauen, sexuelle Verhaltensdefizite zu verändern und sexuelle Erlebnisfähigkeit aufzubauen. Das Konzept basiert auf verhaltensverändernden Interventionen. Wiederholende Übungen sollen auf Handlungen und dabei entstehenden Gefühle wirken, so dass der Mann fähig wird, achtsame und aufmerksame Gefühle zu seinem Körper und sexuellen Begegnungen zu entwickeln. 

Erektion

Männliche Erregungsstörungen äußern sich als Erektionsstörungen. Eine primär körperliche Erektionsstörung (diese kann beim Facharzt durch medizinische Untersuchungen festgestellt werden) bedingt...

Männliche Erregungsstörungen äußern sich als Erektionsstörungen. Eine primär körperliche Erektionsstörung (diese kann beim Facharzt durch medizinische Untersuchungen festgestellt werden) bedingt in den meisten Fällen, dass der Klient kaum oder gar nicht mehr in Lage ist eine Erektion auszubilden. Dies gilt bei allen Sexualpraktiken inkl. Masturbation und mit allen SexualpartnerInnen. Viele Männer erleben aber partielle Störungen, diese können aus folgenden Gründen auftreten:

  • Alter: Erektionsschwächen steigen mit dem Alter, neueste Studien zeigen aber, das die Prozentzahl niedriger ist als bisher veröffentliche Zahlen glauben lassen
  • Pornokonsum: Desensibilisierung durch häufige Mastrubation
  • Desensiblibierung des Penis durch übermäßige genitale Reize
  • Beziehungs- und Partnerschaftsprobleme

Körperorientierte Therapieformen haben in den letzten Jahren große Erfolge gezeigt. Die verhaltens- und körperorientierte Sexualtherapie beruht auf einem umfassenden Sensibilisierungs- bzw. Desensibilisierungskonzept, welches das Ziel hat, Versagensängste abzubauen, sexuelle Verhaltensdefizite zu verändern und sexuelle Erlebnisfähigkeit aufzubauen. Das Konzept basiert auf verhaltensverändernden Interventionen. Wiederholende Übungen sollen auf Handlungen und dabei entstehenden Gefühle wirken, so dass der Patient fähig wird, achtsame und aufmerksame Gefühle zu seinem Körper und sexuellen Begegnungen zu entwickeln. 

Erregung

Jeder Mensch hat ein sehr individuelles Erregungsmuster. Erlernt haben das die meisten bereits in der frühen Kindheit. Die einen haben sich an Gegenständen gerieben, die anderen...

Jeder Mensch hat ein sehr individuelles Erregungsmuster. Erlernt haben das die meisten bereits in der frühen Kindheit. Die einen haben sich an Gegenständen gerieben, die anderen spürten im Schwimmbad die Massagedüse an den Genitalien. Viele haben ihre Erregung beim (Doktor-)Spiel in der kindlichen Peergroup mit einem Gegenüber weiter entwickelt. Genitales Fühlen wird also gelernt und im Gehirn als Muster abgebildet. Dass es bei dieser Erfahrungsgeschichte zu Störungen kommen kann, versteht sich von selbst. Denn es ist auch heute noch nicht in allen Familien selbstverständlich, dass die Berührungsspiele der Kinder von den Erwachsenen unterstützt gar gefördert werden. Werden die ersten Gehversuche freudig begrüßt und mit viel emotionalem Zuspruch begleitet, erfährt das Kind oft ambivalentes Feedback, wenn es um die Erkundung der eigenen und fremden Genitalien und der damit verbundenen Lust geht. Schnell geht dann die Unbeschwertheit verloren und muss später mühsam zurück erobert werden.

Der Erregungsreflex ist angeboren, wie Ultraschallbilder bei Föten belegen. Was dann aber weiter damit passiert, hängt stark von unserer sexuellen Lerngeschichte ab. Die gute Nachricht ist aber, dass wir solange wir leben, lernen können - nämlich Genuss, Spaß, Vorlieben, Techniken und andere sexuelle Fähigkeiten.

Sexuelle Erregung ist rein biologisch betrachtet eine Ansammlung von Blut im Genital. Schwellkörper in Vagina und Penis vergößern sich. Angeregte Zellen sorgen für Meldungen ans Gehirn. Dieses muss die Information dekodieren, als Erregung einordnen und bewusst wahrnehmen. Wie gesagt kann es sein, dass das Großhirn - ausgelöst von (Kindheits-)erfahrungen - fatalerweise abgespeichert hat, dass Erregung nicht sein darf. Dann kommt es zu einer Störung, weil keine „Erlaubnis“, Erregung zu spüren, vom Gehirn gegeben wird.

Ist die Selbstwahrnehmung zu wenig geübt, kann es passieren, dass der körperliche Erregungszustand falsch eingeschätzt wird. Mehr Frauen sind davon betroffen, weil der manifeste, leicht erkennbare „Beweis“ fehlt. Frauen müssen also Erregung bewusster lernen, als Männer. Es nützt nämlich nichts, wenn der Körper reagiert, die Vagina feucht wird oder anschwillt, die Frau sich dennoch nicht erregt fühlt. Gelingt Erregung, wird sie sehr unterschiedlich beschrieben. Manche spüren es warm werden. Es pulsiert und kribbelt. Manche spüren einen Druck im gesamten Beckenbodenbereich. Zusätzlich richten sich die Brustwarzen auf. Die gesamte Haut wird empfänglicher und sensibler, während die Schmerzempfindlichkeit abnimmt. Die Wahrnehmung fokussiert - man fühlt sich lebendig und im Hier und Jetzt. Die Ratio verliert Kontrolle. Manchmal kann es sogar zu Trance ähnlichen Zuständen kommen. 

Hysterical Literature
„Hysterical Literature is a video art series by NYC-based photographer and filmmaker Clayton Cubitt. It explores feminism, mind/body dualism, distraction portraiture, and the contrast between culture and sexuality.  (...) The series examines the battle between the mind and the body. It also explores the cultural contrast between art and sex, particularly how people react to the mixture of the two, and the battle over female sexuality and society's concepts of shame.“

Hysterical Literature
Hysterical Literature