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LGBT

LGBT (auch GLBT und LSBTTIQ) ist eine aus dem englischen Sprachraum kommende Abkürzung für Lesbian, Gay, ...

LGBT (auch GLBT und LSBTTIQ) ist eine aus dem englischen Sprachraum kommende Abkürzung für Lesbian, Gay, Bisexual und Transgender, also LesbenSchwuleBisexuelle und Transgender. Die in Deutschland manchmal verwendete Abkürzung LSBTTIQ steht für lesbische, schwule, bisexuelle, transgender, transsexuelle, intersexuelle und queere Menschen. Es handelt sich dabei um eine Gemeinschaft mit unterschiedlicher Thematik, deren Gemeinsamkeit es ist, nicht der Heteronormativität zu entsprechen. Es geht um die sexuelle Orientierung gegenüber dem Partnergeschlecht, um die eigene Geschlechtsidentität und um körperliche Geschlechtsvariationen.

Diese Abkürzung wird im Englischen seit Anfang der 1990er verwendet, im Deutschen um einiges später und zögerlicher. 2004 war sie schon so weit verbreitet, dass sie weltweit von vielen Gruppen und deren Medien verwendet und dadurch zum Internationalismus wurde. Es ist die meistverwendete Zeichenfolge aus dem Queer-Buchstaben-Baukasten. Je nach Anlass können Zeichen weggelassen oder hinzugefügt werden; mitunter wird, um niemanden auszuschließen, auch ein Sternchen angehängt, etwa bei LSBTTI*.

Quelle: Wikipedia

Liebe

"Erklär mir Liebe" heißt eines der berühmtesten Gedichte von Ingeborg Bachmann. Der Imperativ suggeriert, man könne Liebe erklären, gar eine Erklärung einfordern. Allein in diesem...

"Erklär mir Liebe" heißt eines der berühmtesten Gedichte von Ingeborg Bachmann. Der Imperativ suggeriert, man könne Liebe erklären, gar eine Erklärung einfordern. Allein in diesem kurzen Satz verbirgt sich auch die Verzweiflung, die Liebe manchmal auslöst. Das Leiden an der (oft nicht erwiderten) Liebe ist nicht selten Teil der Liebe. Wir suchen vor allem dann eine Erklärung, wenn das Liebesgefühl kein Glücksgefühl auslöst, sondern Leiden. Denn schwelgen wir glücklich in der Liebe genügt sich die Liebe meist selbst. Sie verlangt dann weder Erklärung noch Verstehen. Nicht nur eine Vielzahl an literarischen Werken wäre ohne das Thema Liebe denkbar, auch viele MusikerInnen und andere KünstlerInnen haben sich an diesem wunderbaren, aber auch oft so verstörenden und schmerzenden Gefühl abgearbeitet.

Der Philosoph Richard David Precht gibt seinem fast 400 Seiten schweren Buch, mit dem simplen Titel „Liebe“, deswegen auch den spannenden Untertitel „Ein unordentliches Gefühl“. Neben KünstlerInnen und PhilosophInnen haben sich auch WissenschaftlerInnen mit der Liebe befasst. Die Liebe wurde soziologisch, neurophysiologisch, evolutionstheoretisch und anthropologisch erforscht und versucht zu rationalisieren. Das Unordentliche sollte - wenn schon nicht ordentlich - so doch zumindest geordnet werden.

Der Buddhismus lehrt uns, dass wahre Liebe frei von jeder Anhaftung und Forderung existiert. Hand auf´s Herz, wie viele Menschen kennen Sie, die so lieben (können)? Die Liebe braucht ein Gegenstück zu einem Selbst. Sie lebt nicht von der Beliebigkeit. Könnten wir jeden lieben, würde sich das Wort Liebe erübrigen. Jemand zu lieben, bedeutet gerade die Differenz zu allen anderen, die wir nicht lieben. Zu denen, die wir hassen, die uns gleichgültig sind oder die wir einfach nur mögen. Lieben tun wir sehr selektiv und oft temporär beschränkt. Meist hängt die Liebe stark mit der Erwiderung der Liebe durch den anderen/die andere zusammen und entscheidet, ob wir uns gut fühlen oder nicht. Die Liebe will adressieren. Sie will in Resonanz gehen. Der/die Liebende will vom Geliebten/von der Geliebten im Kern des Wesens gesehen und akzeptiert werden.

Was sagen nun die Paar- und SexualtherapeutInnen zur Liebe? Wie verschränken sich Liebe und Eros? „Guter Sex trotz Liebe“ betitelt Deutschlands bekanntester Sexualtherapeut Ulrich Clement sein Buch provokant. Langjährige Liebesbeziehungen und sexuelles Begehren verhalten sich nicht selten reziprok zueinander. Je länger die Liebe währt und je tiefer sie sich anfühlt, desto weniger brennt das Feuer der Lust. Liebe braucht Zeit, um sich zu entwickeln. Erst wenn der biochemische Wahnsinn, der das Verliebtsein und das erste Begehren steuert, vorbei ist, kann man überhaupt von Liebe sprechen. Meint zumindest der amerikanische Paartherapeut David Schnarch.

Anne Clarke: True Love Tales
Love is all we need - you said. As you held me in the confidence of your bed. Tomorrow's not important - you said. But tomorrow's turned into today instead! And I wake each morning feeling so ashamed. Having fallen to emotions that we both named. How shallow now all that rubbish seems. Hearts once full are bleeding dreams. Dreams that were reality. Have now brought out the worst in me. Love is just a paradox. He loves me, he loves me not. I don't want a part in this. The stinging touch, the poisoned kiss. The alibis to keep us close. The lies you spit when I need you most. Love is just a paradox. He loves me, he loves me not. A basic human need is such. Being able to destroy with just one touch. A stinking filthy trick I'd say. One day the stalker, one day the prey. Love is just a paradox. He loves me, he loves me not. Love is just a heart disease. And no cure can make this aching ease. But I'll tranquilise myself from that. Let fit emotions turn to fat. Care and concern won't breed here. I've had and seen them disappear. Tear stained eyes will not be seen. When to touch is nothing more then obscene. To fuck it seems is the only word. The ability to love seems so absurd. Absurd because we know we lie. Laughing at it all as someone cries. One day I may find it quite amusing. How touch and tongues make life so confusing. Tomorrow's not important - it's dead. As the sheets grow cold on your big bad bed. Love's not important - it's dead. Love is just a paradox. He loves me, he loves me not

Anne Clarke: True Love Tales
Anne Clarke: True Love Tales
, Die Künstlerin Marina Abramovic trifft bei einer Performance ihren früheren Geliebten Ulay.
Die Künstlerin Marina Abramovic trifft bei einer Performance ihren früheren Geliebten Ulay.
Lust

Lust ist eine persönliche Fähigkeit, die wir im Laufe unserer Lebens entdecken , erweitern und intensivieren können. Sie ist weniger als wir denken von äußeren Faktoren und Sexpartner*innen...

Lust ist eine persönliche Fähigkeit, die wir im Laufe unserer Lebens entdecken , erweitern und intensivieren können. Sie ist weniger als wir denken von äußeren Faktoren und Sexpartner*innen abhängig, sondern hängt stark davon ab, wie wir selbst sie gestalten. Voraussetzung dafür ist, dass wir eine Vorstellung entwickeln, was uns gefällt, wie wir berührt werden wollen und welche Situationen uns sexuell erregen. Der Weg zu den Antworten ist ein bewusster Prozess, der Mut erfordert und ein Ziel vor Augen hat, für das es sich lohnt, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen. Nicht immer muss es aber Unzufriedenheit oder ein Mangelgefühl sein. Oft treibt die Menschen einfach eine hedonistische Idee, die Freude am Sex zu vergrößern.

Um für sich selbst und das sexuelle Erleben Verantwortung zu übernehmen, muss man wissen, wie man etwas verändern kann bzw. wissen, dass Veränderung im sexuellen Erleben überhaupt möglich ist. Oft hindern uns zu Beginn Ängste, Scham und das Gefühl der Unzulänglichkeit. Ängste etwas zu wollen, was unangemessen scheint, Scham sich mit seinen Wünschen und Fantasien zu zeigen, die vielleicht nicht mit dem ”realen” Leben korrespondieren. Viele Menschen reagieren, um sich diesen Ängsten nicht stellen zu müssen, mit einem mehr oder weniger ausgeprägten Widerstand, sich aktiv mit der eigenen Sexualität zu beschäftigen oder überhaupt Sex haben zu wollen. Verstärkt wird dieser Widerstand oft durch idealisierte Bilder im Kopf. Der eigene Körper wird in Frage gestellt und Vergleiche mit anderen führen zu noch größerer Unsicherheit.

Lustlosigkeit

Im Teufelskreis der Unlust
Ideale und Idealisierungen betreffen nicht nur den eigenen Körper, sondern oft auch das Verhalten gegenüber den Partner*innen. Standardisierte...

Im Teufelskreis der Unlust
Ideale und Idealisierungen betreffen nicht nur den eigenen Körper, sondern oft auch das Verhalten gegenüber den Partner*innen. Standardisierte Performance, Funktionieren und zielgerichtete Befriedigung verhindern, dass Menschen auf stimmige Weise in Kontakt zu sich selbst und ihrem Körper zu kommen. Menschen leben auf diese Weise oft über Jahre eine Sexualität, die sie nicht befriedigt. Das setzt einen Teufelskreis in Gang: Ohne echte Befriedigung sinkt das Verlangen nach sexueller Begegnung, ohne sexuelle Stimulation fehlt es an positiver Rückkoppelung in den Lustarealen im Gehirn, ein Verlangen an Wiederholung stellt sich deshalb schwer oder kaum ein.

Langfristig ist die Konsequenz Lustlosigkeit, weil der Körper die positiven Empfindungen, die Lust und Erregung auslösen, nicht mehr kennt.  “Lohnt sich der Aufwand?” wird unbewusst zur Leitfrage, denn unser Hirn lässt sich nicht täuschen. Werden zu wenig Belohnungshormone ausgeschüttet, dann sinkt eben das Verlangen. Hier können Angebote in sexueller Selbsterfahrung unterstützen. Sie bieten einen Rahmen für frische sinnliche Erfahrungen mit dem eigenen Körper und ermöglichen somit  eine “Neucodierung” des “sexuellen Programms” im Gehirn.